Die Kreuzzüge

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Papst Urban II

Kurzbiographie

Papst Urban II wurde unter dem Namen ‚Odo de Lagery’ im Jahr 1035 bei Chatillon-sur-Marne in Frankreich geboren und starb am 29. Juli 1099 in Rom. ‚Odo de Lagery’ trat in den Benediktinerorden ein und wurde später Prior in Cluny. Das Amt des Papstes übte er von seiner Ernennung 1088 bis zu seinem Tod 1099 aus. In dieser Zeit führte er von Gregor, dem Großen, die Reformpolitik weiter, festigte die Position des Papsttums im Abendland und vermochte sich endgültig gegen die Gegenpäpste durchzusetzen.

 

 

Einberufung der Synode

Am 27.November 1095 berief Papst Urban II die Synode nach Clermont-Ferrand in der Auvergne zusammen. Diese Versammlung fand unter freiem Himmel statt, da es kein Gebäude gab, welches die 14 Erzbischöfe, 225 Bischöfe, 400 Äbte, einige Fürsten und die Menge niederer Geistlicher und auch Laien, die zu der Versammlung erschienen waren, aufzunehmen vermochte.

Die offiziellen und die wahren Gründe der Kreuzzüge

In dieser Synode rief Papst Urban II zum ersten Kreuzzug auf. Als Grund für diesen Aufruf nannte er die Unterdrückung von Bethlehem, Jerusalem und Galiläa, also des ganzen Heiligen Landes, durch türkische Seldschuken und durch die Sarazenen. Doch die Besetzung der Stadt Jerusalem durch die Araber war damals nur der offizielle Grund. Denn heutzutage wird vermutet, dass der eigentliche Grund war, sich von einem Problem, nämlich den Rittern, befreien zu können. Im Mittelalter erbten meist nur die Erstgeborenen von ihren Vätern und die nachfolgenden Söhne gingen leer aus. Also zogen sie, da sie kein Hab und Gut besaßen, als Raubritter durchs Land. Papst Urban II hoffte nun, dass diese sich dem Kreuzzug anschließen würden, um bei der Eroberung des Heiligen Landes ihr Leben zu lassen oder sich in diesem wenigstens niederlassen und zur Ruhe setzen würden. Tatsächlich schlossen sich viele Ritter seinem Heer an, da sie sich Reichtümer erhofften.

Die Synode von Clermont

Bei der Versammlung sprach er zum Volk, dass ‚das Heilige Land nun in der Gewalt eines gottlosen Volkes sei, der Tempel des Herrn nun zum Besitz des Teufels geworden sei, und die Gesetze des unverfälschten Glaubens dem heidnischen Aberglauben dienstbar sein müssen. Die Kirche stehe unter der Herrschaft derer, die an der Auferstehung keinen Anteil haben, sondern als Stoppeln zur Erhaltung des ewigen höllischen Feuers werden dienen müssen. Das preiswürdige Volk werde zur Unreinheit gezwungen, von den Hunden, welche in Gottes Erbe eingefallen seien..

(Synode von Clermont)

Des weiteren forderte Papst Urban II das Volk auf, große christliche Armeen aufzustellen, um die „Heiden“ von den heiligen Orten zu vertreiben. Dieser Kreuzzug sollte im Namen Gottes geschehen, weil dieser eben diese Hilfe benötigte. Urban ermahnte sie und sprach ‚sie sollen sich mit Gottes Eifer bewaffnen und sich ihnen anschließen, falls sie Eifer für das Gesetz Gottes besäßen. Sie sollten ihre Waffen gegen die Feinde des christlichen Glaubens wenden. Denjenigen, die durch die Barmherzigkeit Gottes und gestützt auf die heiligen Apostel Petrus und Paulus gegen die Heiden die Waffen nehmen und sich der Last dieses Pilgerzuges unterziehen, werden alle Sünden und deren Strafen erlassen werden. Und falls einer dort in wahrer Buße falle, so dürfe er fest glauben, dass ihm Vergebung und die Frucht ewigen Lebens zuteil werden wird.(Synode von Clermont)

Wirkung seiner Worte nach der Synode

Seine Rede hatte solch eine Kraft und Wirksamkeit und die Verkündigung seines Wortes war so herrlich, dass sie den glücklichsten Erfolg hatte: Jung und Alt folgten seinem Aufruf. Selbst diejenigen, die bei der Versammlung nicht persönlich anwesend waren, taten es den anderen gleich, da seine Worte in alle Welt hinaus getragen wurden.

 

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