3. Kreuzzug (1189 – 1192) - aufgrund der
Eroberung Jerusalems durch Sultan Saladin 1187 bildet sich in Europa unter Kaiser Friedrich Barbarossa, dem englischen König Richard I Löwenherz und Philipp-August von Frankreich ein neues Kreuzfahrerheer-
mit den wenigen ihm verbliebenen Truppen greift der (ehemalige) König von Jerusalem Guido von Lusignan Akko an - 1191 trifft endlich das Kreuzfahrerheer ein; die Belagerung Akkos wird energisch
vorangetrieben - nach der Kapitulation der Festung im selben Jahr schifft sich der französische König wieder nach Frankreich ein, während Richard seinen Kampf gegen Saladin fortführt - ein 1192
zwischen Richard und Saladin abgeschlossener Vertrag garantiert den Christen freien Zugang zu den Heiligen Stätten - Heinrich I wird neuer König von Jerusalem; nach seinem Tod folgt ihm Amalrich II, der
sowohl König von Jerusalem als auch von Cypern ist - durch die Küsteneroberungen Richards gelingt es den Christen, Handelswege in den Osten offen zu halten 4. Kreuzzug (1202 – 1204) - 1198 ruft Papst Innozenz zum Kreuzzug auf; dieser soll wieder ein
rein kirchliches Unternehmen werden- entgegen der öffentlichen Erklärung soll der Kreuzzug nicht nach Palästina, sondern gegen Kairo gehen - der Doge von Venedig, Dandolo, der Schiffe und
Vorräte bereitstellt, knüpft dies an die Bedingung, dass das Kreuzfahrerheer für Venedig das abtrünnige Zara zurückerobern - Dandolo wird zum Führer des Kreuzzuges ausgerufen - die christliche
Stadt Zara wird durch Kreuzfahrer geplündert und an Venedig übergeben - der Papst ist aufgebracht und reagiert mit der Exkommunition des Heeres, annuliert diese aber kurz darauf wieder - da
Kairo ein wichtiger Handelspartner von Venedig ist, leitet Dandolo den Kreuzzug nach Konstantinopel um - 1203 beginnt die Belagerung Konstantinopels, die aber erst 1204 mit der Eroberung und Plünderung der
Stadt endet - Balduin von Flandern wird zum Kaiser des Reiches von Konstantinopel gekrönt
5. Kreuzzug (1228 – 1229) - der einzige Kreuzzug, der auf friedliche Weise geführt wurde und unblutig ausging- Kaiser
Friedrich erklärt sich im Vertrag von Germano bereit, zu einem Kreuzzug aufzubrechen, bei Nichterfüllung droht ihm der Kirchenbann - 1225 bricht das Kreuzfahrerheer unter Friedrich in Richtung Akkon,
Friedrich selbst erkrankt an Malaria und geht von Bord, um wieder zu genesen - Papst Gregor IX hält diese Krankheit für einen Vorwand und exkommuniziert Friedrich; der Papst und somit die Kirche verbieten
Friedrich, die Kreuzfahrt ohne Absolution anzutreten - 1228 folgt Friedrich seinem Heer nach Akkon und wird dort, trotz eines zweiten Bannfluches des Papstes begeistert empfangen - die Templer
und andere Orden verweigern Friedrich ihre Gefolgschaft; es fehlen also ausreichende Streitkräfte, um Jerusalem militärisch einzunehmen - 1229 gelingt es Friedrich, durch einen Vertrag mit Sultan al-Kamil
Jerusalem und andere Städte wieder dem Königreich Jerusalem anzugliedern - nach seiner Rückkehr wird Friedrich von der Bevölkerung als Befreier Jerusalems gefeiert; der Papst sieht sich 1230 gezwungen, den
Bann aufzuheben - somit ist der 5. Kreuzzug weniger ein kriegerischer als ein politischer (und überwiegend innerchristlicher) Konflikt 6. Kreuzzug (1248 – 1254) - nachdem 1244 Jerusalem an die Türken gefallen ist, bricht 1248
Ludwig IX der Heilige zu einem Kreuzzug auf- Ziel ist erneut Ägypten, 1249 wird Damiette eingenommen - nach mehreren Schlachten gerät das französische Expeditionskorps mit König Ludwig 1250 in
Gefangenschaft, als Lösegeld müssen Unsummen an Steuergeldern gezahlt werden, außerdem muss Damiette geräumt werden - Ludwig baut die Festungen Akkon, Jaffa und Caesarea aus, Geldmangel zwingt ihn 1254 zur
Rückkehr nach Frankreich 7. Kreuzzug (1270)
- Ludwig sammelt erneut Truppen um sich; diesmal ist das Ziel Tunis, um von dort später gegen Ägypten vorzugehen- während der Belagerung Tunis’ bricht im Lager die Beulenpest aus; eines der ersten Opfer
ist Ludwig selbst - mit dem Ableben Ludwigs stirbt auch die Kreuzzugsbegeisterung in Europa; der 7. und letzte Kreuzzug stellt das Ende einer 200 Jahre andauernden Ära des Krieges im Heiligen Land dar
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